Hauptmenü
| © 2010, KaroWebsites.ch | Letzte Aktualisierung: 26.01.2008 |
Leider werden im Europäischen Raum unter der Bezeichnung ?Amerikanischer Collie? zum Teil Hunde geführt, welche nur bedingt diesem Standard entsprechen. Um diesbezüglichen Ver(w)irrungen und Missverständnissen vorzubeugen, liegt es uns am Herzen, an dieser Stelle auf den Amerikanischen Standard hinzuweisen.
Der Collie ist ein geschmeidiger, starker, leicht zu führender, aktiver Hund, bei dem nichts übermässig hervorsticht, der gerade und fest steht. Die tiefe, angemessen breite Brust zeigt Stärke, die abfallenden Schultern and schön geschwungenen Fesseln vermitteln Geschwindigkeit und Anmut, und das Gesicht zeigt hohe Intelligenz. Der Collie zeigt ein beeindruckendes, stolzes Bild von wahrem Gleichgewicht, jedes Teil ist in harmonischer Proportion zu jedem anderen Teil und zu dem Ganzen. Abgesehen von der technischen Beschreibung, die unerlässlich für diesen Standard ist und ohne die kein Standard zur Orientierung für Züchter und Richter angemessen ist, könnte man einfach feststellen, daß kein Teil des Collies in keinem Vergleich zu irgendeinem anderen Teil steht. Als Fehler zu werten sind: Ängstlichkeit, charakterliche Schwäche, Widerspenstigkeit, Bösartigkeit, Mangel an Lebhaftigkeit, schwerfälliges Erscheinungsbild und ein Mangel an totaler Ausgeglichenheit.
Die Eigenschaften des Kopfes sind von grosser Wichtigkeit. Im Vergleich zur
Grösse des Hundes betrachtet, tendiert der Kopf zur Leichtigkeit und erscheint
niemals massig. Einem Hund mit einem massigen Kopf mangelt es an Aufgewecktheit,
Aufmerksamkeit, dem gefühlvollen Blick, daß so grossartig zu dem Gesamteinduck
beiträgt. In Frontansicht, sowie im Profil, hat der Kopf eine große
Ähnlichkeit mit einen gut abgestumpften, schmalen Keil, der weich und sauber
in seiner Silhouette ist und wunderbar ausgeglichen im seiner Proportion (oder:
im Vergleich). An den Seiten, von den Ohren bis zum Ende der schwarzen Nase,
läuft der Kopf allmählich und weich spitz zu, ohne bis zum Hinterkopf
ausgestellt zu sein (frech) oder in den Fang drückt (schnippisch). Im Profil
liegen der hintere Schädel und der obere Fang in zwei ungefähr paralellen,
geraden Ebenen von gleicher Länge, geteilt durch einen dünnen, aber
wahrnehmbaren Anschlag oder Bruch. Ein Mittelpunkt zwischen den Innenecken der Augen
(der das Zentrum eines korrekt plazierten Anschlags ist) ist das Gleichgewichtszentrum
in Länge des Kopfes.
Das Ende des weichen, schön gerundeten Fangs ist stumpf, aber nicht eckig. Der
Unterkiefer ist stark, sauber geschnitten und die Tiefe des Schädels von den
Brauen bis zur Unterseite des Kiefers ist nicht ausladend. Die Zähne sind von
guter Grösse, die in einem Scherenbiss zusammentreffen. Über- oder Unterbiss
ist unerwünscht, wovon das letztere strenger bestraft wird. Die Augenbrauen stehen
leicht vor. Der hintere Schädel ist flach, ohne hervorzutreten, weder seitlich
noch rückwärtig und der Hinterkopfknochen ist nicht besonders spitz. Die
richtige Grösse des hinteren Schädels ist notwendigerweise abhängig
von der Kombination der Länge des Schädels und des Fangs und die Breite
des hinteren Schädels kleiner ist als die Länge. Die korrekte Breite
variiert jedoch individuell und ist abhängig von dem (Aus-)Mass (Grösse),
bis zu welcher sie durch die Länge des Fanges unterstützt wird. Wegen der
Wichtigkeit der Kopfcharakteristika, werden hervorstechende Fehler des Kopfes
streng bestraft.
Wegen der Kombination aus flachem Schädel, gebogenen Augenbrauen, dem leichten Anschlag und dem gerundeten Fang, muß die Stirn so geschnitten sein, daß sie einen Behälter für die Augen formt, und diese sind notwendigerweise schräg angeordnet, um ihnen das verlangte, nach vorne gerichtete Aussehen zu geben. Außer bei den Blue Merles, müssen sie in der Farbe gleich sein. Sie sind mandelförmig, von mittlerer Grösse und erscheinen niemals gross oder hervorstehend. Die Farbe ist dunkel und das Auge zeigt keinen gelben Ring oder ein hinreichend auffallendes Zeichen, das die Darstellung des Hundes beeinträchtigt. Die Augen haben eine klare, leuchtende Erscheinung, die intelligente Neugier ausdrückt, besonders wenn die Ohren aufgestellt sind und der Hund sich in Alarmbereitschaft befindet (auf der Hut ist). Bei den Blue Merles werden dunkelbraune Augen bevorzugt, aber ein oder auch beide Augen dürfen merle oder kobaltfarben sein, ohne daß dies besonders bestraft wird. Ein grosses, rundes, volles Auge würde den gewünschten süssen/niedlichen Ausdruck verhindern. Fehler bei den Augen werden schwer bestraft.
Die Ohren sind in Proportion zur Grösse des Kopfes und, wenn sie richtig getragen werden und fraglos natürlich wurden, selten zu klein. Grosse Ohren können sich gewöhnlich nicht korrekt vom Kopf abheben, und selbst wenn sie sich abheben, stehen sie nicht mehr in Proportion zu der Grösse des Kopfes. Im Ruhezustand sind die Ohren längsseitig gefaltet und in den Kragen zurückgezogen. In Alarmbereitschaft sind sie auf dem Hinterkopf schön hochgestelt und zu etwa ¾ versteift, während ¼ des Ohres sich vor und zurück bewegt. Ein Hund mit spitzen Ohren oder tiefen Ohren kann keine wahre Erscheinung sein und wird dementspechend bestraft.
Der Hals ist fest, klar, muskulös, sehnig und stark gekräuselt. Er ist ziermlich/leidlich lang, senkrecht verlaufend mit einem leichten Bogen zum Nacken und verleiht eine stolze, aufrechte Erscheinung mit imposantem Kragen.
Der Rumpf ist fest, hart und muskulös, ein wenig lang in Proportion zur Höhe. Die Rippen sind schön gerundet hinter schön abfallenden Schultern und die Brust ist vertieft, ausladend bis zu den Ellbogen. Der Rücken ist stark und gleichmässig, unterstützt durch kraftvolle Hüften und Oberschenkel und die Kruppe ist abfallend und ergibt ein schön geschwungenes Gesamtbild. Die Lenden sind kraftvoll und leicht gebogen. Augenscheinlich fette Hunde oder Hunde, die schlecht im Futter stehen, oder welche mit Hautkrankheiten, oder welche ohne Unterwolle, sind in schlechter Verfassung und dementsprechend gemässigt zu bestrafen.
|
|
Die Vorderläufe sind gerade und muskulös, mit einer vernünftigen Menge (Anteil) an Knochen in Bezug auf die Grösse des Hundes. Eine schwerfällige Erscheinung ist unerwünscht. Beides, enge und weite Stellung werden bestraft. Der Vorderarm ist mässig fleischig und die Fesseln sind beweglich, aber ohne Schwachstelle. Die Hinterläufe sind weniger fleischig, muskuös an den Oberschenkeln, sehr sehnig und die Sprunggelenke und Knie gut gewinkelt. Ein "cowhocked dog" oder ein Hund mit geraden Kniegelenken ist zu bestrafen. Die verhältnismässig kleinen Füsse haben eine ungefähr ovale Form. Die Sohlen sind gut gepolstert und robust und die Zehen sind gut aufgeknöchelt und eng zusammen. Wenn der Collie nicht in Bewegung ist, sind die Beine und Füsse derart zu beurteilen, indem man den Hund in eine natürliche Halteposition bringt, sodass sowohl die Vorder- als auch die Hinterläfe schön auseinander stehen, mit gerade vorwärts ausfahrenden Füssen. Übermässiges ?Posieren? ist unerwünscht.
|
|
Der Gang ist fehlerfrei. Wenn sich der Hund in einem leichten Trab auf den
Beobachter zubewegt, bewegen sich die Voderläufe verhältnismässig
geschlossen am Boden. Die Voderläufe stehen an den Ellbogen nicht heraus,
gehen nicht über kreuz, weiterhin bewegt sich der Hund weder in einem abgehackten,
noch schreitenden oder rollenden Gang. Beim Betrachten von hinten, sind die
Hinterläufe gerade und bewegen sich verhältnismässig geschlossen
am Boden. Beim gemässigten Trab sind die Hinterläufe kraftvoll und
antreibend. Von der Seite gesehen, ist der angemessen lange, ausholende Schritt
weich und gerade, die Rückenlinie bleibt fest und gleichmässig.
Wenn die Geschwindigkeit des Ganges sich erhöht, geht der Collie in einer
Spur bringt die Vorderläufe einwärts in einer geraden Linie von der
Schulter zur Mittellinie des Körpers und die Hinterläufe einwärts
in einer geraden Linie von den Hüften zur Mittellinie des Körpers. Der
Gang suggeriert mühelose Geschwingkeit, diese kombiniert mit der
Hütetradition des Hundes, muß der Hund jederzeit in der Lage zu einem
sofortigen Richtungswechsel sein.
Die Rute ist verhältnismässig lang, der Knochen reicht bis zum Sprungegelenk oder tiefer. Sie wird tief getragen wenn der Hund in Ruhe ist, das Ende hat eine hochstehende Drehung oder Wirbel. In Bewegung oder wenn der Hund aufgeregt ist, wird sie unbekümmert (sorglos, gerade?) getragen, aber nicht über dem Rücken.
Schönes (passendes), sauber gemasertes Fell ist die krönende Pracht bei der grossen Vielfalt (Auswahl, Verschiedenheit, Buntheit) der Collies. Es ist dicht, mit Ausnahme am Kopf und an den Beinen. Das Deckhaar ist gerade und fühlt sich rauh an. Eine weiches, offenes Deckhaar oder lockiges Deckhaar, ungeachet der Quantität, wird bestraft. Die Unterwolle jedoch ist weich, flauschig und so dicht, dass es schwierig ist, die Haut zu sehen, wenn man das Haar teilt. Das Fell ist sehr dicht an Mähne und Kragen. Das Gesicht oder die Maske ist glatt. Die Vorderbeine sind glatt und gut behaart bis zu den Rückseiten der Fesseln. Die Hinterläufe sind unterhalb der Sprungelenke glatt. Jegliche Behaarung unterhalb der Sprungelenke ist für die Ausstellung zu entfernen. Das Haar an der Rute ist sehr üppig und an den Hüften lang und buschig. Die Maserung, Quantität und das Mass, wie das Fell dem Hund ?steht? (zu dem Hund passt), sind wichtige Punkte.
|
|
Die vier bekannten Farben sind ?Sable and White? (Zobel und Weiss), ?Tricolor?, ?Blue Merle? und ?White?. Es gibt keine bevorzugte Farbe. Bei ?Sable and White? ist Zobel die vorherrschende Farbe (ein ?schmeichelndes? Zobel in variierenden Schattierungen von hellem Gold zu dunklem Mahagony) mit weissen Markierungen, gewöhnlich an Brust, Hals, Beinen, Füssen und der Schwanzspitze. Eine Markierung (Blesse) darf auf der Stirn oder dem Hinterkopf oder beidem sein. Bei ?Tricolor? ist schwarz vorherrschend, mit weissen Markierungen wie bei ?Sable and White? und hat gelbbraune Schattierungen auf und um Kopf und Beine. Der ?Blue Merle? ist gefleckt oder marmoriert, vorherrschende Farbe ist blaugrau oder schwarz mit weissen Markierungen wie bei ?Sable and White? und hat gelbbraune Schattierungen wie bei ?Tricolor?. Der ?White? ist vorherrschend weiss, bevorzugt mit zobelfarbenen, tricoloren oder blue merle Markierungen.
Rüden haben eine Schulterhöhe von 24 ? 26 inch / 61 ? 66 cm und ein Gewicht von 60 ? 75 pounds / 27 kg - 34 kg . Hündinnen eine Schulterhöhe von 22 ? 24 inches / 56 ? 61 cm und ein Gewicht von 50 ? 65 pounds / 22 kg - 29 kg. Ein untermassiger oder übermassiger Collie wird gemäss dem Ausmass, wie die Untermassigkeit oder Übermassigkeit auf das Erscheinungsbild des Collies wirkt, bestraft.
|
|
|
|
|
Der Ausdruck ist eines der wichtigsten Kriterien in Bezug auf eine relative Bewertung/Beurteilung von Collies. Ausdruck, genau wie Charakter, ist schwer in Worte zu fassen. Es ist kein fixer Punkt in Bezug auf Farbe, Größe oder Gewicht und es ist etwas, was ein Nichteingeweihter/Laie nur durch optische Veranschaulichung richtig versteht. Im allgemeinen jedoch lässt es sich als ein kombiniertes Produkt aus Form und Gleichgewicht von Schädel und Schnauze, die Stellung, Grösse, Form und Farbe der Augen und die Position, Grösse und Haltung der Ohren, definieren. Ein Ausdruck von Widerspenstigkeit/Trägheit/Düsterkeit oder der auf eine andere Rasse/Zucht hinweist, ist völlig fremd. Ein Collie kann nicht genau beurteilt werden, bevor sein Ausdruck nicht sorgfältig bewertet/abgeschätzt wurde.
|
|
|
Idealer Rüde |
Ideale Hündin |
Hinweis: Übersetzung aus dem amerikanischen Originalstandard durch Michael Albrecht, Siegen. Vielen Dank für die freundliche Unterstützung. Rechtlicher Hinweis: Die Übersetzung des Textes ist urheberrechtlich geschützt (Kopieren und Vervielfältigung verboten!) Quelle der Bilder: Collie Club of America (CCA)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|